
Eigene Software-Produkte ergänzen das Angebot für Verkehrsmanagement und Navigation. In der Regel sind nationale oder europäische Forschungsprojekte mit großem Anwendungsbezug die Basis der Entwicklungen.
pwpTM-A: Analysesoftware für Verkehrsdaten
Das pwpTM-A ist ein leistungsfähiges Werkzeug für Analysen von Verkehrsdaten, für Qualitätsmonitoring und zur Wirkungsermittlung von Maßnahmen des Verkehrsmanagements. Es kann zu folgenden Zwecken eingesetzt werden:
- Kontinuierliches Qualitätsmonitoring verkehrlicher Kenngrößen,
- Wirkungsermittlung von Steuerungsstrategien bzw. verkehrlichen Maßnahmen und
- Ganglinienermittlung basierend auf historischen Verkehrslageinformationen.
Der Leistungsumfang umfasst, basierend auf aktuellen, strecken- und richtungsbezogenen Verkehrslageinformationen im motorisierten Individualverkehr, die Analyse zahlreicher verkehrlicher Kenngrößen bzw. Qualitätskriterien sowie deren Bewertung in Qualitätsstufen (Level-of-Service). Das Produkt setzt direkt auf die Traffic Plattform der PTV AG auf, kann aber auch für andere Datenquellen genutzt werden.
pwpTM-FCD: Verkehrslageberechnung aus Floating-Car-Daten (FCD)
Durch die starke Verbreitung von Navigationsgeräten und Smartphones stehen zunehmend mehr Floating-Car-Daten zur Verfügung. Sie liefern wichtige Daten zur Verkehrslageberechnung und Prognose. Das pwpTM-FCD berechnet eine Online-Verkehrslage, eine Kurzfrist-Prognose und eine Langfrist-Prognose (30 Tage). Voraussetzung für den Einsatz ist eine Datenaufbereitung historischer FCD.
pwpNAV-RESUME: Sensorfusion für Navigationsanwendungen
pwpNAV-RESUME ist die mathematische Beschreibung eines neuartigen Ansatzes für die Sensor-Fusion bei Navigationsanwendungen. Es steht für Robust Estimation of Sensor Unit Measurement. Basierend auf der Theorie der Optimalfilterung ermöglicht RESUME die Integration von beliebigen Sensor-Kombinationen. Ein Mehrstufen-Verfahren zur Qualitätssicherung der verarbeiteten Daten detektiert und isoliert korrumpierte Informationen und schließt diese vom Filterprozess aus. Das Verfahren ermöglicht eine robuste Datenverarbeitung und -Fusion.
Grundlage ist der Ansatz des “forcing tape”. Er beschreibt eine effiziente Prozedur zur Durchführung von Tests unter realen Bedingungen. Die präzise Methodik wurde entwickelt, um alle relevanten Einflüsse des realen Versuchs unter Laborbedingungen zu reproduzieren. Somit kann das Echtzeitverhalten von Hardware- und Softwaremodulen der Datenerfassung und -verarbeitung für verschiedene Szenarien reproduziert werden, um die einzelnen Berechnungsverfahren zu erproben. Als Nachweis für die korrekte Arbeitsweise des “forcing tape” werden signifikante Parameter während des realen Testlaufs aufgezeichnet und auf Korrektheit überprüft.