Auf­trag­ge­ber: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF)
För­der­pro­gramm: Zwanzig20 — Part­ner­schaft für Innovation
Pro­jekt­trä­ger: For­schungs­zen­trum Jülich GmbH
Pro­jekt­lauf­zeit: 2015 — 2018
Home­page: www.fast-zwanzig20.de
fast_carnet_NavEval

Das Pro­jekt „fast“ (fast actua­tors sen­sors and trans­cei­vers) zielt auf einen tech­no­lo­gi­schen Durch­bruch im Bereich von echt­zeit­fä­hi­gen, kom­ple­xen, ver­netz­ten Sensor- und Aktor-Systemen. Neben der Echt­zeit­fä­hig­keit wird auch eine hohe Daten­über­tra­gungs­ra­te für bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on in den Anwen­dungs­be­rei­chen Sicher­heit, Mobi­li­tät, Ener­gie und Gesund­heit ange­strebt. Das Pro­jekt hat ein Gesamt­vo­lu­men von etwa 75 Mio. € und steht unter der Lei­tung von Prof. Ellin­ger von der TU Dres­den. Dabei bil­det „fast“ den Rah­men eines Clus­ters, der vie­le ein­zel­ne Pro­jekt­ideen umfasst und vorantreibt.

Dazu gehört auch das Ver­bund­pro­jekt „fast-carnet“, dass die Ent­wick­lung eines leis­tungs­ef­fi­zi­en­ten ver­drah­te­ten Ethernet-Daten-Netzwerks für die Ver­net­zung von fort­schritt­li­chen Sen­so­ren und Akto­ren im Auto der Zukunft zum Gegen­stand hat. Die­ses „automotive“-Ethernet soll auf der Basis von 28 Nano­me­ter CMOS-Technologie mit sehr gerin­ger Latenz­zeit im Mil­li­se­kun­den­be­reich und sehr hoher Daten­ra­te bis zu 10 GB/s rea­li­siert und demons­triert wer­den. Das Kon­sor­ti­um von „fast-carnet“ umfasst den Lehr­stuhl für Schal­tungs­tech­nik und Netz­werk­theo­rie und die Stif­tungs­pro­fes­sur für hoch­par­al­le­le VLSI-Systeme und Neu­ro­mi­kro­elek­tro­nik der TU Dres­den, Robert Bosch GmbH, Bosch Sen­sor­tec GmbHund pwp-systems GmbH.

Mit dem Auf­bau des Demons­tra­tors im eige­nen Concept-Car und der Ent­wick­lung von „fast-APP“ über­nimmt pwp-systems die Auf­ga­be die neue Tech­no­lo­gie in eine Pilot-Anwendung zu tra­gen. Auf­grund der grö­ße­ren Fle­xi­bi­li­tät ver­drängt das Smart­phone als Navi­ga­ti­ons­ge­rät immer mehr sei­nen fest ein­ge­bau­ten Ver­wand­ten im Auto. Kom­bi­niert man nun die Fahr­zeug­sen­so­ren wie z.B.: Geschwin­dig­keit, Baken-Information, Gyro­me­ter, Radar, Lenk-Winkel usw. mit den Smartphone-Sensoren, erhält man eine sehr robus­te und zuver­läs­si­ge Navi­ga­ti­on — auch unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen. Des­halb sol­len in „fast-carnet“ Algo­rith­men und Soft­ware zum Aus­le­sen von Sen­sor­da­ten aus dem Auto ent­wi­ckelt und in einer Positionierungs-App ver­ar­bei­tet wer­den. Dabei sol­len gezielt die neu­en Fea­tures des Netz­werks wie z.B. Echt­zeit­fä­hig­keit und syn­chro­ni­sier­te Daten­über­tra­gung genutzt wer­den, um bestehen­de Pro­ble­me wie z.B. die Fusi­on der Daten von meh­re­ren Sen­so­ren für die Hybri­de Navi­ga­ti­on zu lösen und somit deren Genau­ig­keit und Zuver­läs­sig­keit deut­lich zu verbessern.